Um unsere Kund:innen, Partner:innen und alle Interessierten auf unsere Reise zu mehr Nachhaltigkeit mitzunehmen, veröffentlichen wir jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht.
Im Juni haben wir unseren sechsten Fortschrittsbericht zur Nachhaltigkeit veröffentlicht. Ein Highlight: Im Vergleich zum Basisjahr 2019 konnten wir statt der geplanten 15 % den Salzgehalt im gesamten Markenportfolio um durchschnittlich 21,1 % senken. Zudem fördern wir bodenschonende Anbaumethoden direkt auf dem Acker und haben unsere Projektarbeit für eine regenerative Landwirtschaft auf die Bereiche Öl, Weizen und Erdnüsse ausgeweitet. Dass unsere Prozesse für menschenrechtliche Sorgfaltspflichten und faire Arbeitsbedingungen entlang der Kette wirksam sind, belegt der SMETA-Meilenstein: Alle europäischen Produktionsstandorte sowie die Vorproduktion in Indien wurden erfolgreich reauditiert.
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Zum Fortschrittsbericht zur Nachhaltigkeit 2025
Zum Factsheet 2025
Unsere Berichte aus den Vorjahren:
Zum Fortschrittsbericht zur Nachhaltigkeit 2024
Zum Factsheet 2024
Zum Fortschrittsbericht zur Nachhaltigkeit 2023
Zum Factsheet 2023
Zum Fortschrittsbericht zur Nachhaltigkeit 2022
Zum Fortschrittsbericht zur Nachhaltigkeit 2021
Zum ersten Lorenz Nachhaltigkeitsbericht 2020/2021
Februar 2026. Die Lorenz Holding GmbH wurde mit der Goldmedaille des Nachhaltigkeitsratings EcoVadis ausgezeichnet. Mit 81 von 100 möglichen Punkten gehören wir zu den Top 5 % (rechnerisch genau genommen sogar zu den Top 4 %) aller bewerteten Unternehmen in den vergangenen 12 Monaten. Und in unserer Vergleichsgruppe zu den Top 1 %!
Weitere Informationen zur Auszeichnung sowie die offizielle Scorecard sind auf der EcoVadis Recognition Page verfügbar.
Wir verbinden Lebensfreude mit Verantwortung und möchten, dass unsere Snacks einer modernen Ernährungsweise gerecht werden. Daher passen wir unsere Rezepturen fortlaufend an. Ein wichtiges Etappenziel haben wir bravourös gemeistert: Unser ursprüngliches Ziel, den Salzgehalt im gesamten Markenportfolio bis 2025 um 15 Prozent (im Vergleich zum Basisjahr 2019) zu senken, haben wir mit einer durchschnittlichen Reduktion von 21,1 Prozent weit übertroffen!
Im Hinblick auf Kartons setzen wir auf ungebleichte, braune Kartonagen, die gut aussehen, auch wenn sie nur minimal bedruckt sind. Die Kartons, die wir einsetzen, sind FSC® Mix (FSC-C133957) zertifiziert und bestehen zu einem Großteil aus Recyclingmaterial. Hinter FSC® (Forest Stewardship Council®) steht eine Organisation, die international gültige Umwelt- und Sozialstandards für nachhaltige Waldwirtschaft setzt.
Das Produktkennzeichen FSC® Mix besagt, dass holzbasiertes Material aus FSC®-zertifizierten Wäldern, Recyclingmaterial sowie Material aus kontrollierten Quellen zum Einsatz kommt. Übrigens sind auch unsere Standorte in Deutschland, Polen und Österreich nach FSC® Standards zertifiziert.
Neben unseren Kartons beziehen wir seit Ende 2021 auch alle weiteren Kartonagen, Wickel- und Zuschnittsdosen, POS-Materialien und Papieretiketten ausschließlich mit FSC®-Zertifizierung.
In Ländern, in denen es noch keine umfassende Infrastruktur für die Abfallwirtschaft und keine Systeme für das Recycling von Verpackungsmaterial gibt, arbeiten wir mit „Plastic Bank“ zusammen. Als offizieller Partner unterstützen wir seit 2021 ihre Mission, die Verschmutzung von Flüssen und Meeren durch Plastikmüll zu reduzieren und gleichzeitig die Menschen vor Ort mit einer zusätzlichen Einkommensquelle zu unterstützen.
Diese sammeln Kunststoffmüll von Straßen, Stränden und Küsten, bringen es zu einer Plastic Bank-Sammelstelle und werden dafür bezahlt. Plastic Bank verarbeitet die gesammelten Kunststoffe, um sie wieder in die Lieferkette einzubringen. Durch unsere Partnerschaft tragen wir dazu bei, dass rund 380 Sammelmitglieder in 78 unterschiedlichen Gemeinden in Ägypten, Indonesien und Thailand unterstützt werden können (Stand: August 2026).
„Beim Anbauen für heute, umbauen für morgen“ – dies fasst treffend zusammen, warum wir auf regenerative Landwirtschaft setzen. Wir wollen die Rohstoffe für unsere Snacks auch zukünftig von gesunden Böden beziehen. Um festzulegen, was der Begriff Regenerative Landwirtschaft für uns genau bedeutet, schließen wir uns der Definition unseres Partners, der Sustainable Agriculture Initiative (SAI) Platform an:
“Regenerative Landwirtschaft ist ein ergebnisorientierter Ansatz in der Landwirtschaft, der die Bodengesundheit, die Biodiversität, das Klima und die Wasserressourcen schützt und verbessert und gleichzeitig die Entwicklung landwirtschaftlicher Betriebe fördert”.
Begonnen haben wir mit einem Projekt im Kartoffelanbau, Mittlerweile haben wir unsere Projektarbeit für eine regenerative Landwirtschaft auch auf die Bereiche Öl, Weizen und Erdnüsse ausgeweitet.
Unser Projekt zur Förderung regenerativer Landwirtschaft im Kartoffelanbau startete 2023 in Deutschland mit ersten Partnerbetrieben und wurde 2024 auf Betriebe in Polen ausgeweitet. Wir unterstützen die teilnehmenden Landwirt:innen dabei, regenerative Methoden anzuwenden. Dazu gehören beispielsweise der Anbau von Zwischenfrüchten, die Reduzierung von Bodenbearbeitung und der Einsatz von vielfältigen Fruchtfolgen.
Mehr Informationen dazu findest Du im Kapitel „Regenerative Landwirtschaft“ im Fortschrittsbericht zur Nachhaltigkeit
"Schon irgendwie schön, wenn man abends in eine Chipstüte greift, deren Kartoffeln man selbst geerntet hat." Tobias Troppmann ist einer unserer zuverlässigen Vertragslandwirte, mit denen wir im Familienunternehmen Lorenz schon seit über 50 Jahren zusammenarbeiten. "Wir sind einfach ein super funktionierendes Team. Unser Know-How beim Kartoffelanbau und das von Lorenz in der Chips-Produktion. Das garantiert allen da draußen beste Kartoffelchips."
Wir sind uns bewusst, dass wir als produzierendes Unternehmen CO₂-Emissionen verursachen. Gerade deshalb ist uns der nachhaltige Umgang mit Energie wichtig. Bis 2050 wollen wir das Netto-Null Emissionsziel entlang der gesamten Wertschöpfungskette erreichen. Im Jahr 2022 ist die Lorenz Gruppe der Science Based Targets initiative (SBTi) beigetreten und hat sich wissenschaftlich fundierte CO₂-Reduktionsziele gesetzt. Diese kurz- und langfristigen Ziele wurden Ende 2023 von der SBTi validiert. Mehr Infos dazu gibt es in unseren Nachhaltigkeitsberichten im Teil Klima & Ressourcen.
Unsere Maßnahmen zur Implementierung:
1. Energieeffizienz steigern: Einen Großteil unseres Prozesswärmebedarfs decken wir derzeit noch mit Erdgas. Um diesen fossilen Energiebedarf kontinuierlich zu reduzieren, setzen wir auf Wärmerückgewinnung, energieeffiziente Anlagen und standorteigene Blockheizkraftwerke in Kreba und Neunburg.
2. Strom aus erneuerbaren Energien beziehen: Seit 2022 decken wir 100 % unseres zugekauften Strombedarfs an allen eigenen Standorten gruppenweit aus erneuerbaren Energiequellen, die gemäß dem Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamts zertifiziert sind.
3. Eigene Stromerzeugung ausbauen: Wir erzeugen einen Teil unseres Stroms direkt vor Ort – beispielsweise über Photovoltaikanlagen in Hankensbüttel und Neunburg. Die 2025 am Standort Kreba installierten PV-Anlagen sind seit Sommer 2026 in Betrieb. Weitere PV-Projekte befinden sich an unseren deutschen Standorten im Ausbau.
4. Organische Reststoffe nutzen: An den Standorten Neunburg und Stanowice betreiben wir eigene Biogasanlagen, um organische Reststoffe aus der Produktion zur Energiegewinnung zu nutzen.
Mehr Informationen zum Umwelt- und Klimaschutz findest du in unserem Dokument Umweltpolitik und unseren Nachhaltigkeitsberichten.
Verantwortungsbewusst handeln, um die globale Wirtschaft sozialer und ökologischer zu gestalten – dafür steht der UN Global Compact der Vereinten Nationen. Seit Dezember 2020 sind wir Teilnehmer der weltweit größten Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Wir sind uns bewusst, dass sich die globalen Herausforderungen nur gemeinsam lösen lassen. Daher wollen wir gemeinsam mit 15.000 Unternehmen und Organisationen aus 160 Ländern an der Vision einer nachhaltigen Weltwirtschaft arbeiten, die allen Menschen, Gemeinschaften und Märkten zugutekommt.
Grundlage des UN Global Compact sind 10 universelle Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltbewusstsein und Korruptionsprävention sowie darauf aufbauend 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung.
Für uns als Unternehmen heißt das, dass wir unsere Aktivitäten und Strategien an diesen Zielen ausrichten. So finden sich die 10 Prinzipien zum Beispiel in unserem Code of Conduct wieder, zu dem jeder Mitarbeiter regelmäßig geschult wird.
Wir fühlen uns für alle Menschen, die mit Lorenz verbunden sind, verantwortlich. Das gilt auch für die Erzeuger:innen unserer Rohstoffe auf der ganzen Welt. Neben der Vereinbarung eines eigenen Verhaltenskodex, der auch für unsere Geschäftspartner:innen bindend ist, haben wir unsere Grundsätze für eine verantwortungsvolle Beschaffung im Dokument Responsible Sourcing Commitment zusammengefasst.
Unser Ansatz ist es, vertrauensvolle Beziehungen zu unseren Lieferant:innen und Landwirt:innen aufzubauen und zu pflegen. Gemeinsam mit verschiedenen Initiativen engagieren wir uns direkt vor Ort, wie die folgenden Beispiele zeigen (Foto: Treffen mit Farmern und unserem Partner BRYNILD in Mosambik).
Sustainable Spice Initiative (SSI):
Gewürze sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Snacks und ausschlaggebend für die geschmackliche Vielfalt unseres Produktportfolios. Daher ist Lorenz seit Juli 2025 Mitglied bei der Sustainable Spices Initiative (SSI), ein Branchenbündnis, das sich für die Förderung von Nachhaltigkeit und ethischen Praktiken im globalen Gewürzsektor einsetzt. Wir bringen uns in diesen Prozess ein, tauschen uns mit anderen Akteuren aus und arbeiten gemeinsam an relevanten Fachthemen der Lieferkette. Mehr
Sustainable Agriculture Initiative Platform (SAI PLATFORM):
Durch unsere Mitgliedschaft in der SAI Platform kommen wir mit anderen Akteuren der Lebensmittelbranche zusammen, um eine zukunftstaugliche und regenerative Landwirtschaft zu fördern und voranzutreiben. Dazu tauschen wir uns zu bewährten und neuen Praktiken aus und finanzieren Projekte, wie beispielsweise bei Erdnüssen in Argentinien. Das Programm „Regenerating together“ der SAI Platform versucht dabei, den Übergang zu regenerativen Methoden in der Landwirtschaft durch die Entwicklung einheitlicher Branchenstandards zu unterstützen. Mehr
Sustainable Nut Initiative (SNI):
2020 sind wir der Initiative beigetreten. Als Mitglied der SNI bündeln wir unsere Kräfte mit verschiedenen Akteur:innen aus der internationalen Nussbranche und setzen uns für mehr Transparenz und höhere Nachhaltigkeitsstandards ein. Schwerpunkte sind menschenwürdige Arbeitsbedingungen, die Entwicklung existenzsichernder Lebensgrundlagen und eine Verbesserung der Umweltbilanz im Cashew-Sektor. Mehr
Cashew Nut Development Alliance:
Über den Nut Development Fund fördern wir gemeinsam mit dem norwegischen Familienunternehmen BRYNILD über unseren gemeinsamen Partner Norgesvel in Mosambik die nachhaltige Cashew- und Erdnussproduktion, um die Rohstoffqualität zu sichern und die ökologischen sowie sozialen Bedingungen vor Ort zu verbessern. So werden lokale Landwirtinnen zu guten agrarwirtschaftlichen Praktiken geschult und Cashew-Setzlinge über eine gegründete Baumschule verteilt. Neben dieser landwirtschaftlichen Professionalisierung engagiert sich das Projekt auch sozial. Bei einem Lieferanten wurde z.B. ein Kindergarten für Fabrikarbeiterinnen etabliert (siehe Foto links), der nach wie vor in Betrieb ist.
Anfang Juni 2022 hat die südafrikanische Niederlassung der Lorenz Snack-World Holding eine Mehrheitsbeteiligung an der Vaalharts Groundnuts Marketing (Pty) Ltd (VGM) erworben. Bereits seit vielen Jahren arbeiten wir mit dem erfahrenen Erdnuss-Spezialisten VGM vertrauensvoll zusammen. Das Familienunternehmen mit Sitz in der südafrikanischen Nordkap-Provinz verarbeitet und vermarktet bis zu 6.000 t Erdnüsse pro Jahr und ist eines der führenden Unternehmen in diesem Bereich in Südafrika.
Mit unserem Code of Conduct verpflichten wir uns bei Lorenz zu ethisch, rechtlich und wirtschaftlich einwandfreiem Verhalten. Unsere Grundsätze sind international gültig. Sie folgen UN-Konventionen und den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).
Von unseren Lieferant:innen und Dienstleistern erwarten wir, dass sie nach vergleichbaren Leitlinien handeln. Dazu haben wir unseren Code of Conduct für Geschäftspartner:innen entwickelt, der Prinzipien zu Business Ethics, Menschenrechten, Arbeitsstandards und Umwelt definiert und den wir schrittweise bei den Lieferant:innen unserer Rohstoffe, Packstoffe und Dienstleistungen einführen.
Wir lassen unsere ethische und soziale Verantwortung regelmäßig durch externe Audits überprüfen.
Das Sedex Members Ethical Trade Audit (SMETA) ist das in der Wirtschaft am häufigsten genutzte Prüfungsverfahren für ethisches Verhalten und soziale Standards. An unseren europäischen Standorten haben wir in den vergangenen Jahren bereits SMETA-Audits durchgeführt. 2023 kam die Niederlassung in Indien neu dazu, 2024 folgte unsere Mehrheitsbeteiligung Vaalharts Groundnuts Marketing (Pty) Ltd (VGM) in Südafrika, sodass wir alle produzierenden Standorte (außer Kirishi) sowie Standorte der Vorproduktion (Nüsse schälen und sortieren) abdecken und in regelmäßigem Turnus alle drei Jahre nach SMETA auditieren.
Unsere Grundsatzerklärung zu den Menschenrechten / Human Rights Policy ergänzt unseren Code of Conduct. Hier könnt ihr euch unsere Erklärung anzeigen lassen.